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Preisträger 2017: Wenzel Marine GmbH & Co. KG - Anpassungsqualifizierung als betriebliche Chance

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Immer öfter erhalten Unternehmen Bewerbungen von Personen, die ihren Berufsabschluss im Ausland erworben haben. Dabei stehen sie häufig vor dem Problem, dass sie Inhalt und Qualität der ausländischen Aus- und Fortbildungen nicht einschätzen können. Oft sind sie dann unsicher, ob sie die Person mit den branchenüblichen Tätigkeiten beauftragen dürfen. Um mehr Sicherheit zu gewinnen, greifen immer mehr Unternehmen auf die Möglichkeit der beruflichen Anerkennung zurück.

Die Gleichwertigkeitsprüfung zeigt offiziell und rechtsverbindlich, wie hoch die Übereinstimmung der ausländischen mit der deutschen Berufsausbildung ist und in welchen Bereichen eventuell noch nachqualifiziert werden muss. Das schafft Transparenz über und Vertrauen in die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten von ausländischen Fachkräften.

Das weiß auch die Wenzel Marine GmbH & Co. KG zu schätzen. Das norddeutsche Unternehmen mit Sitz in Stuhr hat sich auf den Handel und die Lagerung von Schiffsersatzteilen sowie die Überholung von Motorenkomponenten spezialisiert. Im Januar 2016 erhielt es einen Anruf der Wirtschaftsförderung: Im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Alcalá de Guadaíra (Andalusien/Spanien) war diese auf der Suche nach einem Betrieb, der einem jungen IT-Absolventen aus Spanien ein Praktikum ermöglichte. Wenzel Marine bot sich kurzerhand an und die Erfahrungen mit ihm waren so gut, dass der Betrieb ihn direkt übernehmen wollte. Als auch er Interesse signalisierte, bot Wenzel Marine ihm eine Anpassungsqualifizierung an, um ihn als qualifizierte Fachkraft einstellen zu können.

Als mittelständisches Unternehmen, das ausschließlich B2B tätig ist, haben wir häufig Probleme, neues Personal zu rekrutieren. Daher sehen wir die Bewerbung ausländischer Fachkräfte als Chance für uns, qualifizierte neue Mitarbeiter zu gewinnen.

Wenzel Marine GmbH & Co. KG

In Kooperation mit der IHK Hannover entwickelte das Unternehmen ein innerbetriebliches Qualifikationsangebot und ermöglichte dem jungen IT-Administrator die Teilnahme an den internen Azubi-Schulungsangeboten. Außerdem übernahm Wenzel Marine die anfallenden Anerkennungskosten zur Hälfte. Im Gegenzug verpflichtete sich der junge Mann, seine Deutschkenntnisse zu verbessern und eigenständig ein kleineres IT-Projekt umzusetzen. Das Vorgehen hat sich ausgezahlt: Heute arbeitet er als Fachinformatiker für Wenzel Marine. 

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