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2000. ausländischer Berufsabschluss durch die IHK Hannover anerkannt

2000. Anerkennung eines ausländischen Berufsabschlusses durch die IHK Hannover: IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Horst Schrage (v.r.n.l.), Darko Trboljevac, der die Anerkennung als Industriemechaniker erreicht hat, Bernhard von Heyl, Vorstandsvorsitzender der VSM AG, Joachim Zahl, Leiter der Hauptbetriebe VSM.

In Hannover wurde am Mittwoch, 28. August, die 2000. Anerkennung einer im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikation an einen serbischen Industriemechaniker bei der VSM Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG überreicht.

„Fachkräftemangel ist heute das Top-Risiko für die weitere Entwicklung in unseren Unternehmen und wird sich durch den demografischen Wandel noch deutlich verschärfen. Zuwanderung ist kein Allheilmittel, aber im Gesamtprogramm der Fachkräftesicherung ein wichtiger Baustein für die niedersächsische Wirtschaft", sagt Dr. Horst Schrage, Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover. „Besonders gefragt sind in den nächsten Jahren Zuwanderer mit beruflicher Ausbildung, die wir in den EU-Staaten nur noch teilweise finden und daher viel stärker aus Drittstaaten nach Deutschland holen müssen."

Vor vier Jahren ist Darko Trboljevac nach Deutschland zugewandert. Über Zeitarbeit als Produktionshelfer kam er zur VSM Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG in Hannover. Dort sah man sein Geschick und Engagement bei der Arbeit und integrierte ihn in die Stammbelegschaft. In seiner Heimat hatte der 35-jährige Serbe eine vierjährige Ausbildung zum „Mašinski tehnièar – IV Stepen" (Maschinentechniker der IV. Stufe) in Leposavić absolviert. Auch in Deutschland wollte er als Fachkraft arbeiten und entschied sich seinen ausländischen Berufsabschluss bei der IHK Hannover anerkennen zu lassen. Die IHK Hannover hat in den letzten Monaten die Gleichwertigkeit seines Abschlusses zum deutschen Ausbildungsberuf Industriemechaniker geprüft und voll anerkannt.

„Wir freuen uns, dass Herr Trboljevac seine in Serbien erworbene Berufsausbildung hier in Deutschland anerkennen lässt", sagt Bernhard von Heyl, Vorstandsvorsitzender der VSM Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG. „Das unterstreicht auch, dass er in Deutschland und bei der VSM AG seine Zukunft sieht….Wir brauchen ausländische Fachkräfte und die Anerkennung ist eine wichtige Dienstleistung, die uns die IHK Hannover anbietet."

„Die Anerkennung meines Berufsabschlusses ist der erste Schritt", sagt Darko Trboljevac. „Ich möchte mehr erreichen. Ich arbeite gerne bei der VSM AG und möchte mich noch weiter qualifizieren. Ich sehe, was möglich ist, und das ist Ansporn genug."

„Als Darko Trboljevac vor gut vier Jahren zur VSM kam, sprach er wenig Deutsch, aber er wollte unbedingt fest bei uns anfangen", erinnert sich Joachim Zahl, Leiter der Hauptbetriebe bei VSM. „Das hat er nach einem guten Jahr Zeitarbeit auch geschafft. Ich bin sicher, dass er auch das nächste gesteckte Ziel erreichen wird, und wir werden ihn gerne auf seinem Weg unterstützen. Das freut mich persönlich und erfüllt mich auch mit Stolz."

„Durch unsere Beteiligung an dem ZUKUNFTINC.-Projekt „Fit für die Ausbildung" unterstützten wir zudem geflüchtete, junge Menschen, die nach einem Praktikum mit Deutschkurs bei uns ihre Ausbildung anfangen können", erklärt Rena Benthin, Referentin Personalmarketing, Gesundheit und Soziales. „Auch darüber hinaus stehen wir ihnen mit Rat und Tat zur Seite."

Zugewanderte und Geflüchtete, die ihren Beruf im Ausland erlernt haben, können ihre Abschlüsse seit 2012 in Deutschland anerkennen lassen. Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse bietet ein offizielles und rechtssicheres Verfahren, das bescheinigt, wie groß die Übereinstimmung der ausländischen Qualifikation mit dem vergleichbaren deutschen Abschluss ausfällt. Am Ende des Verfahrens steht der Anerkennungsbescheid, der die Ergebnisse des Anerkennungsverfahrens übersichtlich und in deutscher Sprache darstellt. So können Unternehmen und Arbeitnehmer zuverlässig einschätzen, welche Qualifikationen mit dem ausländischen Berufsabschluss verbunden sind und an welchen Stellen möglicherweise eine Nachqualifizierung nötig ist. Die rechtliche Grundlage der Berufsanerkennung bildet im Wesentlichen das „Gesetz über die Feststellung der Gleichwertigkeit von Berufsqualifikationen", kurz: BQFG. Im März 2020 wird die Anerkennung ausländischer Qualifikationen durch das neue Gesetz zur Fachkräftesicherung noch weiter aufgewertet, um gezielt Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten zu rekrutieren.
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